Frauke

8.05.2012 - Mein erster Besuch im Tierheim

Ich war natürlich schon öfters im Tierheim, meist aber nur mit Bekannten, die sich eine Katze oder einen Hund gewünscht haben. Gestern war ich das erste Mal für mich im Tierheim. Ich finde das ja ehrlich gesagt immer in wenig deprimierend dort an den Zwingern vorbei zu gehen und  in die vielen flehenden Augen blicken zu müssen. Ich würde sie am liebsten alle dort rausholen, aber das geht ja natürlich nicht! Ich war erschrocken wie viele Kampfhunde es in dem Tierheim gibt und eine Pflegerin hat mir auch bestätigt, dass das ein ganz großes Problem sei. Leider war diesmal noch kein passender Hund für mich dabei… ich werde wohl weiter suchen müssen.
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2.05.2012 - Mein neues Hobby auf vier Pfoten!

Ich gehe ja nur zurzeit nur halbtags arbeiten und habe seit meine Töchter ausgezogen sind wirklich sehr viel Zeit. Natürlich habe ich überlegt ob ich wieder Vollzeit arbeiten gehen soll, aber ich habe mich dagegen entschlossen. Mein Mann verdient ganz gut und wir sind nicht unbedingt auf ein zweites Gehalt angewiesen. Ich gehe eigentlich nur so für mich arbeiten, das Geld was ich verdiene darf ich auch ganz alleine für mich ausgeben. Da ich aber so viel alleine zu Hause ist, habe ich mir jetzt überlegt, dass ich mir vielleicht ein kleines Hündchen anschaffen werde. Ich kann mir vorstellen, dass das mein Leben unglaublich aufwerten würde, wenn ich einen kleineren Vierbeiner hier hätte. Mein Mann war von der Idee anfangs nicht so begeistert. Er hatte die Befürchtung, dass ein Hund alles kaputt machen könnte und den ganzen Garten umgraben würde, aber ich denke, wenn ich ein ruhiges, liebes Hündchen aus dem Tierheim hole, das seine Flegeljahre bereits hinter sich hat, wird und sowas nicht passieren!
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7.04.2012 - Urlaubsplanung

Der Sommer steht vor der Tür. Und was bringt der Sommer? Urlaub! Und was bringt der Urlaub? Die Urlaubsplanung! Ein unbeliebtes Thema bei uns zuhause. Es wird so lange gemieden, bis es kein Entkommen mehr gibt. Dieses gilt eigentlich nur für meinen Mann. Der zerbricht sich nicht gerne den Kopf über solche Sachen. Eigentlich würde er wahrscheinlich den ganze Sommer hier bleiben. Er hat sich schon immer am wohlsten in der Heimat gefühlt. An einen Urlaub, der das Höchstmaß von 7 Tagen überschreitet,  brauche ich gar nicht erst denken. Meistens lasse ich mich vorab im Reisebüro beraten und stelle meinen Mann dann vor vollendete Tatsachen. Diese Strategie hat sich bisher am meisten bewährt. Würde ich nicht zu so konsequenten Mitteln greifen, käme ich womöglich den ganzen Sommer nicht aus dem Ort. Aber mein Mann kennt mich nun schon lange genug. Er gaukelt zwar Missmut vor, aber in Wahrheit ist er dankbar, dass er mit der Planung verschont wurde!
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3.04.2012 - Warme Tage

Zum Glück wird es langsam wärmer und der Sommer naht. Die Nächte werden kürzer und wärmer, was besonders den Obdachlosen in unserer Stadt zugute kommt. Sie müssen nicht mehr frieren und können die Nächte bedenkenlos draußen verbringen, ohne Angst zu haben, im Schlaf zu erfrieren. Solche Todesfälle passieren leider immer wieder im Winter. Wir vom Deutschen Roten Kreuz haben schon für mehr Räumlichkeiten bei der Stadt gebeten, in denen wir die Obdachlosen im Winter wenigstens holen können, um sich aufzuwärmen und die bitterkalten Nächte zu verbringen. Manche nutzen das Angebot, andere sind zu stolz, um sich von uns helfen zu lassen. Ich weiß, was sie denken, aber dennoch ist es manchmal zum Verzweifeln, wenn manche die Kälte draußen der Wärme Innen bevorzugen. Sie haben es nie erfahren, dass Leute ihnen tatsächlich helfen wollen und dafür nichts von ihnen erwarten. Wir müssen unsere Hilfe publiker machen und gezielt auf die Leute zugehen.
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6.03.2012 - Edinburgh

Wir haben gerade einige Tage Ferien hinter uns. Wir waren erneut in Schottland. Zum einen bei meiner Tochter, zum anderen in Edinburgh. Unser kleines Enkelkind ist seit Weihnachten schon ganz schön groß geworden. Ein richtiger Wonneproppen! Und sehr aktiv, die Eltern haben alle Hände voll zu tun. Die Kleine hält sie ganz schön auf Trab. Meine Tochter arbeitet seit kurzem wieder, nachdem sie sich eine Auszeit nach der Geburt genommen hatte. Tagsüber haben sie jetzt ein Kindermädchen, die auf die kleine Erin aufpasst, anders ließe sich das alles gar nicht regeln. Einen deutsch-englischen Kindergarten haben sie bislang noch nicht gefunden. Aber dafür ist sie ohnehin noch zu klein. Mir ist es sehr wichtig, dass wir die Kleine oft sehen, damit sie auch weiß, wer ihre Großeltern sind. Telefonieren können wir ja noch nicht mit ihr, deswegen ist es ganz wichtig, dass sie sich an uns gewöhnt und uns oft sieht.
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1.03.2012 - Mamas Ideen sind doch immer noch die besten

Meine Tochter, die jüngere, rief mich heute unter Schluchzen an. Nach drei Jahren hat sich ihr Freund von ihr getrennt. Sie hatte schon alles mit ihm geplant: Familie, Kinder, Haus. Sie ist immer sehr zielstrebig und auch etwas stürmisch, was solche Dinge angeht. Er sagt, er braucht Freiraum. Es ist wirklich schade, die beiden waren ein schönes Paar und ich mochte ihn auch wirklich sehr, sehr gerne und er hat gut in die Familie gepasst. Aber so ist das nun einmal, wenn sich die Tochter trennt, muss man sich selber auch von ihm trennen. So nett er auch gewesen sein mag und man gerne die Schwiegermutter geworden wäre, da muss man Abstand zu nehmen. Meiner Tochter leidet sehr unter der Trennung. Sie hatte sich so viel davon versprochen und jetzt sind alle ihre Träume auf einmal zerplatzt. Die Arme! Ich habe ihr gesagt, sie soll erst einmal ein paar Tage Auszeit nehmen und herkommen, dann koche ich ihr Lieblingsgericht und sie käme ein bisschen zur Ruhe, Das wolle sie auch tun, sagte sie. Mamas Ideen sind doch immer noch die besten!
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6.02.2012 - Eine verlorene Liebe

Bei einem meiner Hausbesuche erzählte mir ein älterer Herr heute eine sehr bewegende Geschichte aus seinem Leben, die Geschichte wie er seine große Liebe fand und wieder verlor. Er lernte sie mit 16 Jahren bei seinen Nachbarn kennen. Sie war die Nichte seines Nachbarn und in den Ferien besuchte sie ihren Onkel oft auf dem Bauernhof. So lernten sie sich kennen. Sie kam aus der Stadt und war immer gerne bei ihrem Onkel, weil der so viele Tiere hatte, die es in der Stadt nicht gab. Eines Tages trafen sie sich und es er wusste sofort, dass sie die Frau ist, die er eines Tages heiraten wird. Sie verbrachten den ganzen Sommer zusammen, sie küssten sich das erste Mal. Die folgenden Ferien verbrachte sie auch auf dem Bauernhof ihres Onkels. Doch das Glück blieb ihnen nicht lange vergönnt. Ihr Vater, ein städtischer Geschäftsmann hielt nicht viel von den Besuchen seiner Tochter und ihrer Schwärmerei für Bauernhöfe und ihren Freund Wilhelm. In den nächsten Ferien kam  sie nicht mehr. Bis heute trauert er der schönen Zeit hinterher und es hat mich zutiefst gepackt, wie er mit feuchten Augen aus der Zeit erzählte.
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1.02.2012 - Menopause

Meine Menstruation hat ausgesetzt. Ich befürchte, dass ich mich in der Menopause befinde. Mit 54 bin ich da auch spät dran. Ich sage „befürchtet“, weil ich mich tatsächlich vor diesem neuen Lebensabschnitt fürchte. Als junges Mädchen hasst meine seine Periode, sie nervt und kommt immer dann, wenn man die am wenigsten gebrauchen kann. Dann kommen die Jahre, in denen man sehnsüchtig darauf wartet, dass man sie bekommt, weil die Umkehrkonsequenz wäre, dass man schwanger ist. Jetzt mit Mitte 50 möchte ich auf keine Fall, dass ich bald eine Frau ohne Periode bin. Ohne die monatliche Blutungen fühle ich mich nur noch halb so weiblich und vor allem ist es ein Beweis dafür, dass ich alt geworden bin. Bis jetzt hatte ich noch nie ein Problem mit meinem Alter, doch jetzt, wo es soweit ist, fühle ich mich alt. Mein Körper bildet sich in gewisser Weise zurück. Im Prinzip bin ich jetzt in der Pubertät für ältere Menschen. Meine Hormone wandeln sich. Vielleicht war auch das ein Grund für die Lustlosigkeit im Bett in den letzten Monaten.
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10.01.2012 - Problem halbwegs gelöst

Bezüglich unseres Problems, welches ich vor einigen Monaten hier angesprochen habe, hat sich eine Verbesserung eingestellt. Wir, also mein Mann und ich, haben uns ausführlich über die Probleme in unserem Intimleben unterhalten. Zwei Stunden lang haben wir über uns und die vergangenen Jahre geredet. Er sagte, ich wäre noch immer die schönste und attraktivste Frau für ihn. Es hat mich sehr erleichtert, das zu hören, weil ich ja zwischenzeitlich sehr an mir gezweifelt hatte. Doch er beteuerte mir, dass es nicht an mir läge. Vielmehr stecke er gerade in einer kleine Krise. Midlife-Crisis nannte er es. Soll es ja geben und vielleicht stecke ich selber gerade in einer. Nachdem wir über alles geredet haben, konnten wir wieder unbefangener miteinander umgehen. Das Unausgesprochene war ausgesprochen und der Bann damit ein stückweit aufgehoben. Es läuft wieder besser zwischen uns. Die Potenzprobleme meines Mannes sind noch nicht ganz behoben, aber versprach, sich doch noch untersuchen zu lassen.
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4.01.2012 - Yes, we can!

Wie bereits einige Male erwähnt, suchen wir uns neue Hobbies, mein Mann und ich. So habe ich uns auch beide für einen VHS-Kurs angemeldet. Genau genommen ist es ein Englisch-Sprachkurs. Nach unserem letzten Schottland-Besuch haben wir feststellen müssen, dass unsere Englischkenntnisse im Laufe der Jahre sehr gelitten haben. Wir sind immerhin mittlerweile nicht mehr die Jüngsten und unsere Schulzeit haben wir vor Jahrzehnten hinter uns gelassen. Da wir in unserem Berufsalltag auch kaum Englisch benötigen, sind unsere Sprachkenntnisse etwas eingeschlafen. Um diese aufzufrischen werden wir die nächsten 10 Wochen zweimal pro Woche abends diesen Kurs besuchen, um danach wenigstens ein bisschen mit unserem Schwiegersohn reden zu können. Wobei sich das noch zeigen wird. Denn hat so einen starken, schottischen Akzent – Glaswegian Scots, nannte er es – dass ich selbst ein „Yes“ missverstehe! Aber dann muss er sich auch mal etwas zusammenreißen und vielleicht versuchen ein standardisiertes Englisch zu uns zu sprechen.
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28.12.2011 - Bilinguale Erziehung

Ich bin einmal gespannt, wie meine Tochter und ihr Mann sich einigen werden, wie sie ihr Kind sprachlich erziehen wollen. Sie sprachen darüber, Erin zweisprachig aufwachsen zu lassen. Das heißt, von meiner Tochter wird sie Deutsch beigebracht bekommen und sie wird auch hauptsächlich mit ihr Deutsch reden, bzw. womöglich nur dann, wenn sie alleine sind. Mit Hugh, meinem Schwiegersohn, wird sie Englisch reden. Das hoffe ich zumindest, denn dieses Schottisch, kann ich und ich bin mir auch sicher, kein anderer Nicht-Schotte verstehen. Außerdem sind sie gerade auf der Suche nach einem bilingualen Kindergarten oder Kindertagesstätte, aber waren noch nicht erfolgreich. Ich halte es für sehr richtig und auch wichtig, dass ein Kind mit den Sprachen beider Elternteile aufwächst, denn schließlich sind beide Kulturen, auch wenn sie in Schottland lebt, Teil von ihr. Und ich fände es auch schade, wenn sie kein Wort von dem versteht, was ihre Großeltern reden. So ein Kind lernt ja auch rasend schnell und mühelos Sprachen!
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21.12.2011 - Schottische Eindrücke

Die Zeit in Schottland war ein Traum! Die Feiertage mit all unseren Lieben waren fantastisch! Es war eine Art interkulturelles Weihnachten. Den Heiligabend haben wir bei meiner Tochter zuhause verbracht. Sie hatten einen riesigen, wundervoll geschmückten Christbaum aufgestellt. Am zweiten Tag waren wir  bei den Schwiegereltern meiner Tochter zum Festessen eingeladen. Und das Festessen hat auch alles gehalten, was der Name verspricht. Es gab alles, was man sich nur vorstellen kann. Auch viele schottische Nationalgerichte wurden eigens für uns aufgetischt. Die Eltern unseres Schwiegersohnes sind sehr herzliche Menschen und haben uns warm in ihrem Haus aufgenommen. Ich habe mich die ganze Zeit sehr wohl dort gefühlt. Nach den Feiertagen bin ich mit meinem Mann noch einige Tage in den Highlands wandern gewesen. Es war, wie bereits vermutet sehr frisch, doch die frische Luft und die Tatsache, einfach mal von zuhause rauszukommen, tat unglaublich gut. Wir hatten richtig schöne Weihnachten dieses Jahr!
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16.12.2011 - Koffer gepackt!

Nun geht es also morgen nach Schottland, dort werden wir auch über Silvester bleiben. Die Koffer sind gepackt. Die letzten Tage habe ich damit verbracht für alle die Geschenke zu kaufen. Das war recht schwierig! Für meine Tochter, das Baby und ihren Mann habe ich natürlich hauptsächlich Kindersachen gekauft. Außerdem habe ich massenweise Produkte aus Deutschland eingekauft, die meine Tochter so sehr liebt und vermisst. Außerdem natürlich deutsche, traditionelle Dinge, wie Christstollen, Glühwein und so weiter. Meine jüngere Tochter ist schon vor einigen Tagen angereist, um mit uns zu fliegen. Sie ist nun Patentante. Neben Geschenken haben wir auch noch unsere dicksten Wanderkleider eingepackt. Wir haben nämlich diese Mal vor, in den Highlands wandern zu gehen und da es um diese Jahreszeit sehr frisch dort oben ist, muss man stets gut vorbereitet sein. Morgen geht die Reise los, hoffentlich erwartet uns ein weißes Schottland, wenn wir morgen in Edinburgh landen!
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10.12.2011 - Ich bin Oma!

Mein erstes Enkelkind ist zur Welt gekommen. Meine Tochter war schon vor 2 Wochen ausgezählt, aber die Berechnungen stimmen ja nie hundertprozentig. Jetzt ist es also da und meine Tochter und ihr Mann sind überglücklich. Und ich erst! Ich kann es gar nicht mehr abwarten, bis wir endlich losfliegen und ich meine Tochter und meinen neuen Enkel sehen kann. Oma zu werden ist genauso schön, wie Mutter werden! Es ist ein Mädchen geworden, sie heißt Erin! Ein sehr schöner Name, wenn wohl auch schottischer Natur. Aber das ist sie ja nun auch, eine geborene Schottin! Ich bi gespannt, wie meine Tochter sich als Mutter gibt. Ich bin mir sicher, sie wird diese Aufgabe mit Bravour meistern, wie sie alles schon gemeistert hat in ihrem Leben. Ja, so ist der Lauf der Dinge. Auch Töchter werden mal Mütter irgendwann! Ein neuer Lebensabschnitt beginnt für uns alle. Ein schöner Abschnitt, auf den wir uns alle freuen!
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2.12.2011 - Mutter und Tochter

Kürzlich erzählte mir eine ältere Dame, dass ihre Tochter sie angerufen hätte und sie am kommenden Wochenende besuchen wollte. Jede andere Mutter hätte sich gefreut, wenn die Tochter zu Besuch kommt. Doch diese Mutter, inzwischen eine gestandene Frau von 78 Jahren, hatte Angst vor diesem Besuch. Sie erzählte, dass sie sich mit ihrer Tochter vor vielen, vielen Jahren einst wegen einer Lappalie zerstritten hatten. Seitdem ist der Kontakt abgebrochen. Nun möchte die Tochter also kommen und die Mutter weiß nicht, warum die Tochter sie sehen möchte und wie sie selber sich verhalten soll. Ich habe sie versucht zu beruhigen und ihr klarzumachen, dass dies eine neue Chance für sie und ihre Tochter sein kann und dass sie diese nutzen sollen, um alle Missverständnisse aus der Welt zu schaffen. Sie wirkte wirklich verzweifelt. Ich habe mir an dem Tag geschworen, was immer auch kommen mag, ich werde es niemals so weit bei mir und meinen Töchtern kommen lassen.
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27.11.2011 - Einzelschicksale

Während meiner Hausbesuche bei den Leuten lernt man sie natürlich sehr gut kennen und baut ein vertrauliches Verhältnis zu ihnen auf. Viele vertrauen einem dann ihr Innerstes an. Ihre Familien- verhältnisse, Sorgen und Ängste, Lieben. Da gibt es Schönes, aber auch viel Trauriges, zu hören. Familiendramen, zerbrochene Familien und Freundschaften. Am Ende eines Lebens haben viele das Bedürfnis alle Unstimmigkeiten in ihrem Leben zu beseitigen und sei es nur, indem sie das, was sie Jahre lang in sich trugen, laut aussprechen und einer Person, ganz egal welcher, mitteilen. Man ist dann selber ein stellvertretender Freund oder eine Art Therapeut. Es waren schon sehr viele, sehr erschütternde Einzelschicksale dabei, Schicksale, die mich zum Nachdenken gebracht haben. Mir ist dadurch bewusst geworden, was ich in meinem Leben erreichen möchte und aber auch welche Dinge man oft zu eng sieht. Solche Gespräche haben zweiseitig eine therapeutische Wirkung, auch ich lerne selbst noch sehr viel über mich selbst und meine Mitmenschen.
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